Karnevalserwachen der Troisdorfer Narrenzunft von 1925 e.V. am 2. November 2019

Es war wieder einmal soweit: Schon traditionell eröffnete die Troisdorfer Narrenzunft von 1925 e.V. die neue Fastelovends-Session in der Aggerstadt. Über 200 Gäste füllten die Aula des Gymnasiums „Zum Altenforst“ und wollten gemeinsam mit uns in die „fünfte Jahreszeit“ starten.

Narrenzunft-Präsident Dietmar Blaeser begrüßte die zahlreichen Besucher im liebevoll dekorierten Saal. Darunter viele Vertreter der Politik, an der Spitze die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer, einige Vorstandsmitglieder vom Festausschuss Troisdorfer Karneval, „vürweg“ Präsident Hans Dahl mit Gattin, und sehr viele Vertreter befreundeter Karnevalsvereine.

Gleichzeitig - „die Narrenzunft bildet auch aus“ - stellte er Christian Blaeser vor, der als Co-Moderator seine Feuertaufe hervorragend bestanden hat.

Fulminant gleich der Start in den Abend, mit den „jungen Trompetern“, den Brüdern Markus und Peter Rey aus Köln, die den Saal sofort „in Schwung“ brachten. Auf den Tischen stehend, hatten sie unsere Gäste gleich „im Griff“. Ob mit der Trompete oder als Sänger - die beiden wussten zu begeistern.

Danach etwas fürs Auge, die „Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker“, die bereits seit 2 x 11 Jahren auf den Bühnen unterwegs sind. Amüsant und schwungvoll die Choreografie ihres Auftritts, der „Nubbel“ wurde von Geißbock Hennes gefressen, keiner hielt mehr seinen Kopf für die vielen Verfehlungen im Fastelovend hin - aber selbstverständlich war am Ende des Auftritts alles wieder in Ordnung…

Schlag auf Schlag ging es weiter im Programm, abwechslungsreich und schön zusammengestellt von unserer Geschäftsführerin Petra Berndt.

Mit „Annegret vom Wochenmarkt“ betrat eine Büttenrednerin die Bühne, die - mit kessen Sprüchen auf den Lippen - nicht nur ihre Erlebnisse auf den Wochenmärkten unserer Region zum Besten gab.

Zusätzlich hatte sie auch noch einiges „us däm Tüttche“ über ihre Ehe und ihren geliebten Ehemann „Häbäät“ zu berichten. Das Publikum forderte eine Zugabe und natürlich wurde diese auch gewährt.

Danach wurde es wieder musikalisch. Mit dem „Kaschemmen-Sänger“ Günter Missenich und seiner „Quetsch“ - nicht zu vergessen seine markante Stimme - kam kölsche Kneipenmusik vom Feinsten in den Saal. Die Gäste dankten ihm mit großem Beifall.

Dann wurde es wieder ganz traditionell, Auftritt der Narrenzünftler. Schöner Brauch, bei fast jedem Karnevalserwachen in der 95jährigen Geschichte unserer Gesellschaft!

Eine karnevalistische Hitparade mit den Stars des Fastelovends, von Trude Herr, über Willi Millowitsch, bis hin zu Tommy Engels Rievkoochewalzer (op bläcke Fööss) und Marie-Luise Nikuta, um nur einige zu nennen. Dem Publikum hat es gefallen und die Akteure hatten viel Spaß, bereits während der Proben seit dem Sommer.

Voll „em Stüffche“ wurde es dann, als die Siegburger Funken "Blau-Weiß" von 1859 e.V. in den Saal marschierten. Der Einmarsch wollte gar kein Ende nehmen. Zu einer karnevalistischen Veranstaltung gehört einfach so ein großes Corps, und wenn sie dann noch in den „Hausfarben“ unserer Gesellschaft gekleidet sind, geht den Narrenzünftlern ganz besonders „et Hätz op“.

Eine hervorragende Moderation von Funkenpräsident Ferdi Büchel, gekonnte Tänze, sowohl von den Offizieren, wie auch vom Tanzcorps, erfreuten Auge und Ohr. Die Funken aus der Kreisstadt zeigten sich sehr froh, dass es wieder losgeht mit dem Karneval und ihr erster Auftritt der Session bei uns in Troisdorf stattfand.

Ein weiterer Höhepunkt, die Vorstellungen der designierten Dreigestirne der (Alt-) Stadt Troisdorf und „vun der Hött“. Man spürte förmlich, wie sie darauf „brennen“, dass es endlich losgeht. Viel Freude und Frohsinn versprühten die sechs Herren und ihre Adjutantur bereits jetzt, und ihre ersten Sessions-Orden erhielten sie von den Siegburger Funken.

Dann ein zweiter Auftritt aus den Reihen der Troisdorfer Narrenzunft. Die Show „Tribut an Henry Maske“ riss auch den letzten Besucher von seinem Stuhl. Grandios schon der Einmarsch der Akteure, in überaus schicken Bademänteln mit Kapuzen, ganz wie bei einer Box-Veranstaltung, angekündigt von Christian Blaeser, im Stil von Michael Buffers: „Ready to rumble“…

Auf der Bühne folgte die „Verwandlung“, Bademäntel - in teils sehr gewagten Farbkombinationen! - aus und als optischer „Knaller“: die Herren im Baströckchen mit Bikinioberteilen, einschließlich rotierendem Propeller am schmucken Bustier!

Zu „itsy bitsy teenie weenie Honululu-Strand-Bikini“ legten die Narrenzünftler los, als gäbe es kein morgen. Da blieb im Saal kaum ein Auge trocken und die jecke Bühnen-Show wurde als Zugabe noch einmal gezeigt. Danach waren die Akteure zwar platt, aber auch glücklich. Die anstrengende Probenarbeit hatte sich gelohnt, das begeisterte Publikum ging hervorragend mit!

Einer der Höhepunkte und Abschluss des Programms, war der Auftritt der Band „SixPack“ aus Gummersbach, mit Frontmann Bernd Vorländer. Hervorragende Musiker, mit einem riesigen Repertoire zwischen kölsch und rockig. Sie brachten noch einmal Stimmung und Bewegung in den Saal und wurden ebenfalls nicht ohne Zugabe von dem tollen Publikum entlassen.

Bedanken möchte sich die Troisdorfer Narrenzunft bei der Crew vom „Restaurant Schneider junior“ für die - wie stets - sehr gut organisierte Bewirtung. Keiner musste hungern oder Durst leiden!

Die Session 2019/2020 ist eröffnet, für die Troisdorfer Narrenzunft von 1925 e.V. eine ganz besondere, denn wir feiern 95 Jahre TNZ. Somit ist die Narrenzunft die älteste - noch aktive -Karnevalsgesellschaft der Stadt Troisdorf.

Präsident Dietmar Blaeser und alle Narrenzünftler sind auf dieses Jubiläum mächtig stolz und wir hoffen auf noch viele, viele Jahre voller Spaß und Frohsinn.

Gerda Holländer

Pressesprecherin TNZ

Sehr rührig und stets fleißig präsentiert sich die Wagenbaugruppe der TNZ.

Immer, wenn handwerkliches im Verein gefragt ist, sind die Mitglieder dieser Gruppe zur Stelle! Nicht nur bei Wagenbau oder -renovierung, auch bei den Aufbauarbeiten zu Festen, Veranstaltungen, Sitzungen ist auf diese Mannschaft Verlass.

Im Jahre 2008 wurde die Idee geboren, einen neuen Karnevalswagen anzuschaffen. Unser Ehrensenator Dieter Rodder suchte und fand im Internet einen ausgedienten Schaustellerwagen, in dem früher Auto-Scooter transportiert wurden. Dieser wurde in Monate langer Arbeit von der Wagenbaugruppe zu einem historischen Straßenbahnwaggon umgebaut.

Das Richtfest für den neuen Wagen fand am 9. August 2009 vor der Wagenhalle, auf dem Gelände des „Festausschuss Troisdorfer Karneval“, am „Senkelsgraben“ in Spich statt. Die Veranstaltung begann mit einer Auszeichnung in Form einer schönen Urkunde für Dieter Rodder, ohne dessen Initiative und unermüdliches Engagement dieser wunderschöne Wagen niemals entstanden wäre.
Er war es, der die Wagenbaugruppe ideenreich anspornte und mit ihnen, in mühevoller Arbeit und grenzenloser Liebe zum Detail, diesen tollen Wagen entstehen ließ, selbstverständlich gehalten in den Vereinsfarben blau und weiß! Ausgestattet mit allem, was ein zünftiger Waggon haben muss - Bestuhlung, Soundanlage, TV, Spüle, bis hin zum „Hüüsche“ mit Chemie-WC - ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, auf das die TNZ sehr stolz ist.

Natürlich wurde von der Wagenbaugruppe dieses Richtfest gebührend gefeiert und der neue Fastelovendswagen mit lecker Kölsch auch zünftig begossen.

Lange mussten die TNZ-Mitglieder auf ihren neuen Karnevalswagen warten, dann wurde bei der Wagenvorstellung vor dem Tulpensonntagszug 2010 auf dem Blaeserhof die Taufe mit allen Mitgliedern der TNZ durchgeführt. Der neue Großwagen wurde von unserem Ehrensenator Dieter Rodder auf den Namen „Rhabarber-Schlitten“ getauft.

Stolz waren die Narrenzunft-Mitglieder, als der „Rhabarber-Schlitten“ im Troisdorfer Sonntagszug zum ersten Mal mitfuhr. Auch die vielen Jecken am Zugweg hatten ihren Spaß und jubelten unserem „Rhabarber-Schlitten“ zu, von dessen Plafond unser 1. Vorsitzender und Präsident Dietmar Blaeser zentnerweise Kamelle regnen ließ.


Ingolf Hallier / HP. Holländer

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