Einer muss et jo immer Schuld sin!

Weil die „heiße Phase“ unseres Fastelovends so ganz höösch an die Tür klopft, wollte die Troisdorfer Narrenzunft von 1925 e.V. am 1. Februar 2019 denjenigen, der im Fasteleer für all unsere großen und kleinen „Verfehlungen, Räusche und Sünden“ herhalten muss, den Nubbel, ins „Feiergeschehen“ schicken.

Kurzum „hä moot aan de Luff“!

Gegen 20 Uhr saß er noch, mit einem breiten Grinsen in seinem hübschen Gesicht, in der Gaststätte Klein - gemütlich im Kreis von Karnevalisten - an der Theke, ein leckeres Glas Kölsch vor sich. Doch dann ging es ganz schnell. Von TNZ-Geschäftsführerin Petra Berndt liebevoll gestaltet und mit einem Regenponcho versehen (damit er am Veilchendienstag auch gut brennt), wurde der Nubbel von den anwesenden Narrenzünftlern mit ihrem Präsidenten Dietmar Blaeser an der Spitze, weiteren Troisdorfer Karnevalisten (u.a. von „Hoot un Höötche“) und zahlreichen Gästen der gemütlichen „Ovverdörper“ Traditions-Gaststätte Klein vor die Tür getragen.

Mittels Leiter half ihm Narrenzunft-Vorstandsmitglied René Borrmann, unter munteren Gesängen der Zuschauer, auf das Vordach des Lokals, wo er (natürlich nur der Nubbel!) nun die Fastelovendszeit verbringen wird.

Und alle waren sich - wie jedes Jahr - wieder einig: Nä, su ´ne schöne Nubbel hatten mer noch nie!

Traditionell wird der Nubbel ab jetzt alle Sünden und Verfehlungen von Troisdorfs Narren in der Karnevalszeit tapfer auf sich nehmen, um am Abend des Veilchendienstags in einer feierlichen Trauerzeremonie verabschiedet zu werden. Anschließend wird er „im Feuer sterben“.

Die Troisdorfer Karnevalisten sind dann wieder „reingewaschen“, trinken ein letztes Kölsch - und dann kann die Fastenzeit beginnen.


HP. Holländer